Streitschlichter

Anton Hansen-Schüler werden Streitschlichter  (08.01.16)

„Die Ausbildung war total locker, hat Spaß gemacht und war mal was Anderes als Unterricht“, erzählt Lara aus der 8a, die sich zusammen mit 19 weiteren Schülerinnen und Schülern  der Anton Hansen-Schule Ottweiler zu Streitschlichtern hat ausbilden lassen. Ihre Klassenkameradin Zoé bestätigt das: „Wir haben in Rollenspielen gelernt, wie man Konflikte lösen kann. Das war cool.“ Ganz einfach sieht sie ihre Rolle allerdings nicht: „Wenn zwei sich streiten, ist ja keiner immer ganz unschuldig“, glaubt sie.

Sandra Schatzmann, Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes, hat die Schüler an zwei Tagen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie beschäftigten sich zum Beispiel mit der Frage, wann man Aggressionen verspürt, was man tut, wenn man Aggressionen hat oder wie diese abgebaut werden können. Dazu hatten die Schüler zum Beispiel die Aufgabe, sogenannte Wutbälle zu basteln und unter Zeitdruck und mit begrenztem Material in zufällig gebildet Gruppen einen Turm zu basteln.  „Ich dachte, es geht sofort mit Rollenspielen los. Stattdessen haben wir zuerst mal an unserer eigenen Teamfähigkeit gearbeitet,“ meint Pascal aus der 9a überrascht, „aber wir waren eine schöne Runde und so hat es viel Spaß gemacht.“

In einem extra dafür gestalteten Mediationsraum gibt es schon viele Jahre Streitschlichtung an der Schule, die bisher jedoch von der ebenfalls ausgebildeten Lehrerin Monika Keller-Klesen alleine bewältigt werden musste. Sie freut sich nun auf den ersten Einsatz ihrer Schützlinge, die auch weiterhin von ihr betreut werden.

„Ich fühle mich gut vorbereitet,“ sagt Alexander aus der 8a zuversichtlich. Elisabeth, 9b, ist da noch etwas unsicher: „Ich glaube, es wird schwer sein, sachlich zu bleiben. Das braucht etwas Übung.“

Sandra Schatzmann lobte die Motivation der Schüler und bezeichnet die zweitägige Veranstaltung als einen guten Start. Sie ist gespannt, wie die frisch gebackenen Streitschlichterinnen und Streitschlichter die Aufgaben künftig bewältigen. Zum Schluss gab es für alle Teilnehmer eine Urkunde, auf die diese nun zurecht stolz sein dürfen.