Suchtprävention ohne erhobenen Zeigefinger an der Anton Hansen-Schule  (12.05.2016)

Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen ist ein großes Thema. Auch im Saarland landen jedes Jahr etwa 10% der Jugendlichen aufgrund unsachgemäßen Umgangs mit Alkohol im Krankenhaus. An dieser Stelle den Zeigefinger zu heben und wissenschaftlich über die Folgen von Alkohol zu informieren erscheint vor dem Hintergrund der Alltagswelt der Jugendlichen naiv und auch wenig effektiv. Darum hatte sich Biologie- und Chemielehrerin Sibylle Sauer etwas Ausgefallenes für ihre Schüler überlegt, um auf spielerische, empathische Weise über das Thema „Sucht“ und Risiken des Alkoholmissbrauchs zu informieren, ohne dabei „belehrend“ zu wirken.

Die Schauspielerin Sandy Horakova führte hierzu ein sogenanntes One-woman-Theaterstück auf, das die Gefühlswelt eines Jugendlichen offenbart, der in vielfältiger Weise mit den Gefahren und Folgen von Alkohol in Berührung kommt. Mit beeindruckender Mimik und Gestik machte die Schauspielerin das Thema für die Schülerinnen und Schüler greifbar. Die Jugendlichen sollten hierdurch auf Signale aufmerksam gemacht werden, die ihnen in ihrem Umfeld begegnen, aber bis jetzt ignoriert oder schlicht übersehen wurden. „Die Schauspielerin hat das Thema sehr gut rübergebracht. Man konnte sich richtig in die Person reinfühlen“, fand Shaylea aus der Klasse 9a. Offene Fragen wurden in einer anschließenden, nach Geschlechtern getrennten, Reflexionsrunde thematisiert. „Es war abwechslungsreich und spannend“, fasst Lara Marie aus der Klasse 9a zusammen und ergänzt „Langeweile kam hierbei keine auf!“.

Besonderer Dank gilt dem Jugendbüro der Stadt Ottweiler sowie den Landkreis Neunkirchen, die die Kosten für das Stück übernommen haben.

Schreibe einen Kommentar